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Marken-Fahrradschlauch

 Marken-Fahrradschlauch  Obwohl es...
Marken-Fahrradschlauch
Obwohl es teilweise bestritten wird, gilt immer noch John Boyd Dunlop als der Erfinder des Luftreifens und damit auch des Fahrradschlauchs. Am 7. Dezember 1888 hat er den luftgefüllten Gummireifen zu Patent angemeldet. 1889 entwickelte Edouard Michelin den austauschbaren Gummireifen mit Luftschlauch für Fahrräder, während Dunlop nur eine Art Hilfsreifen für das Dreirad seines Sohnes erfunden hat. Das Hartgummi sowie die Vulkanisation des Kautschuks als Grundlage für die spätere Fahrradbereifung wurde schon 1839 von Charles Goodyear erfunden, der Schotte Robert William Thomson ließ sich 1845 luftgefüllte Tierdärme als Reifen patentieren.

Butylschläuche haben eine geringere Hitzeempfindlichkeit und sind etwas schwerer als Gummischläuche, luftdruckstabil und günstig in der Herstellung. Gummischläuche dagegen haben ein geringeres Gewicht und einen geringeren Rollwiderstand, jedoch dafür hitzeempfindlich und verlieren schnell Luft. Außerdem sind sie teurer als Butylschläuche. Neuerdings sind extra leichte Butylschläuche am Markt erhältlich, deren Gewicht geringer ist als das von Gummischläuchen. Sie sind allerdings, durch die geringere Wandstärke, weniger luftdruckstabil als die Standard-Butylschläuche. Um ein Verkleben der Schläuche und Schlauchinnenwände mit dem Fahrradmantel oder dem Felgenband zu verhindern, werden sie in der Regel innen und außen mit Talkum versehen. Den erforderlichen Luftdruck erreichen sie mit Kompressoren oder Luftpumpen.

Fahrräder mit eingesetztem Schlauch besitzen noch ein Felgenband sowie einen Fahrradmantel als besondere Komponenten. Dabei deckt das Felgenband die Nippel bzw. die Nippellöcher ab und schützt gleichzeitig den Schlauch vor Beschädigungen. Bei Rennrädern kommen häufig sogenannte Schlauchreifen zum Einsatz, bei denen Mantel und Schlauch als Einheit verbunden sind.
Inzwischen muss ein Schlauch nicht mehr zwingend die Luft im Reifen behalten, inzwischen wurden schlauchlose Laufräder entwickelt, bei denen Felge und Reifen eine dichte Luftkammer bilden und der herkömmliche Schlauch nicht mehr benötigt wird. Bislang haben sich schlauchlose Reifen bei Fahrrädern allerdings noch nicht durchgesetzt.

Häufig können Radfahrer die Schläuche inzwischen selbst repariert werden. Dies gilt zumindest für die Fälle, bei denen der Schlauch nur durch eine Punktion beschädigt worden ist. Um den Schlauch selbst reparieren zu können, benötigt der Radfahrer jedoch einen speziellen Fahrradschlauch-Reparatur-Set. Mit diesem Set sowie dem notwendigen Werkzeug kann nach der Demontage von Mantel und Laufrad auch unterwegs eine Reparatur vorgenommen werden. Neuerdings sind Fahrradschläuche an speziellen Automaten rund um die Uhr erhältlich, sie sind meist sehr gut sichtbar an den Außenwänden von Fahrradgeschäften angebracht.