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Steuersatz Ahead

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Ahead-Steuersatz
In modernen Rädern findet man fast nur noch für gewindelose Gabelschäfte Steuersätze. Den bisher verwendeten Gewindesteuersatz findet man nur noch in älteren Modellen, dort ist er noch im Einsatz. Dabei wird zwischen verschiedenen Systemen unterschieden. Bei den Ahead-Steuersätzen handelt es sich dabei um einen Standard-Steuerkopf EC mit Lagerschalen außerhalb des Rahmens, während Teil- und integrierte ZS Steuersätze mit separaten Lagerschalen für den Rahmen ausgerüstet sind. Die vollintegrierten dagegen haben keinerlei separate Lagerschalen.

Dabei ergeben sich bei Ahead-Steuersätzen, unter Berücksichtigung der Außendurchmesser der Lagerschalen folgende Einbaumaße:
1 1/8 Zoll konventionell gleich 34 mm
1 ¼ Zoll konventionell gleich 37 mm
1 1/8 Zoll semiintegriert gleich 44 mm

Das Lager wird bei Verwendung von integrierten Steuersätzen ohne Lagerschale direkt in den Rahmen eingesetzt. Dabei liegt der Innendurchmesser bei 1 1/8 Zoll, was 30,0 mm entspricht. Keinesfalls darf man den wichtigen Außendurchmesser sowie den Winkel der Cartridgelager vernachlässigen, es handelt sich um äußerst wichtige Größen. Im Übrigen sind die Winkelangaben in der Regel auf den Lägern angegeben.

In der Vergangenheit wurden ausschließlich Vorbauten mit Schräg- oder Spreizkonus, die man in den Gabelschaft steckte, verwendet. Der Vorteil des Systems lag darin, dass die Höhe des Lenkers stufenlos verstellt und der Vorbau demontiert werden konnte, ohne den Steuersatz zu lösen. Lange Zeit waren im Profibereich Vorbauten mit versenkter Schraube Vorschrift, weil die Verletzungsgefahr des Brustkorbes als geringer eingestuft wurde. Diese Vorschrift wurde, nach Aufkommen der Ahead-Steuersätze, auf Drängen der Industrie, ersatzlos gestrichen.
 
Das Ahead-System wurde ursprünglich für Mountainbikes entwickelt, die durch Schrauben geklemmt werden und den Gabelschaft umfassen. Das setzt jedoch einen Außengewindefreien Gabelschaft voraus, da sie gleichzeitig den Anlaufbund des obersten Steuersatzlagers darstellen. Bei leicht gelockertem Vorbau wird der Steuersatz mit einer Einstellschraube justiert und in eine in den Gabelschaft gepresste Kralle geschraubt wird. Gegenüber den Schaftvorbauten ist die Höhenverstellbarkeit des Lenkers umständlicher und eingeschränkt. Sie ist nur über Distanzhülsen bei einem entsprechend langen Gabelschaft zu erreichen. Handelt es sich um einen kurzen Schaft, müssen Zwischenstücke montiert oder die Vorbauform geändert werden, um nachträglich eine aufrechtere Sitzhaltung zu erreichen. Die Arbeiten sind zwar insgesamt aufwendiger, erfordern dafür jedoch eine weniger korrekte Arbeitsweise und ist ohne Spezialwerkzeug durchzuführen. Auf das Ablängen der Gabel bei der Erstmontage kann verzichtet werden. Allerdings ist, wegen der fehlenden stufenlosen vertikalen Einstellmöglichkeiten eine exakte Einstellung des Fahrrades nicht mehr möglich.