Seite 1 von 1
Artikel 1 - 3 von 3

Look-SPD-SL

 Look-Pedale-SPD-SL  Ein wichtiger...
Look-Pedale-SPD-SL
Ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung des Fahrrades in seiner heutigen Form war die Erfindung des Pedals. Bis dahin, bis in die 1860er Jahre hinein gab es Fahrräder nur in Form von Laufrädern, bekannt auch als Draisine, oder als Vier- oder Dreiräder, die mit einem Trethebel angetrieben wurden. Die ersten Tretkurbeln gab es am Laufrad von Pierre Michaux, dem Velociped und am Hochrad. 1863 steckte der Franzose Pierre Lallement Holzspulen auf die Wellenschafte. Damit gilt er als Erfinder des drehbaren Fahrradpedals. Vermutlich im Jahr 1884 fand erstmalig das heutige Standard-Pedal mit Gummit-Trittflächen und Kugellagern Verwendung. 1895 wurde das erste Klick-Pedal genutzt, Pedale mit ausgefeilter Lederriemen-Konstruktion wurden 1947 durch Alfred Binda, einem italienischen Radrennfahrer bekannt.

Grundsätzlich muss man heute zwischen Klick- und Plattformpedalen unterscheiden. Bei Trekking-, City- und BTX-Rädern werden meist Plattformpedale oder Bärentatzen verwendet, während viele Rennrad- und MTB-Fahrer Klickpedale verwenden, die auf dem Pedal einen festen Stand ermöglichen. Wer erstmalig mit einem Klickpedal unterwegs ist sollte immer die rechtzeitige Auslösung im Hinterkopf haben. Mehreren, die dies vergessen hatten, ist das schon zum Verhängnis geworden. Sowohl beim Einklicken als auch beim Auslösen benötigt man etwas länger als bei einem Plattformpedal. Das ist auch der Grund, weshalb Räder, mit denen unter Umständen schwierigere Fahrmanöver durchgeführt werden, wie beispielsweise BMX-Räder, keine Klickpedale haben, bei diesen Modellen ist die Standfläche zu rutschig und zu klein. Es existieren auch Kombinationen von Plattform- und Klickpedalen, eine praktische Alternative für Radler, die oft in der Stadt unterwegs sind.

Pedale für Rennräder haben meist eine größere Standfläche, wodurch eine druckfreiere und bessere Kraftübertragung möglich ist. Allerdings stehen dann die Cleats bei den Schuhen meist hervor, durch dieses Manko sind sie nicht besonders gut zu handhaben. Die Pedale sind häufig nur einseitig benutzbar, um ein schnelles Einsteigen sicherzustellen.

Am MTB ist üblicherweise das SPD-System von Shimano üblich. Bei diesem System können die Cleats auf der gleichen Höhe angebracht werden wie die Stollen. Allerdings baut dieses System allgemein schon etwas höher als die meisten übrigen Rennradsysteme. Das Pedalieren ist umso effizienter, je näher man an der Pedalachse ist. In der Vergangenheit waren die Pedale von anderen Herstellen voll kompatibel zum SPD-System von Shimano. Infolge bestehender Patent-Rechte sind inzwischen nur noch Cleats von Shimano mit den SPD-Pedalen aus dem Hause Shimano kompatibel.

Bei den herkömmlichen Pedalen besteht die Möglichkeit, vorne Fußrasten zu montieren, damit käme man im Ernstfall jedoch nicht schnell genug aus dem Pedal und müsste erst jedes Mal den Riemen umständlich festzurren, wenn man auf das Pedal steigt.