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Import-Reifen

 Import-Reifen  Der mit Abstand am...
Import-Reifen
Der mit Abstand am häufigsten genutzte Reifen ist der Drahtreifen. Er besitzt am unteren Ende der beiden Reifenflanken jeweils einen Vollkerndraht oder einen aus dünnen Einzeldrähten bestehenden Metalldraht, der mit dem ihn umgebenden Material eine Wulst bildet. Durch die Profile der Felge, die die beiden Wülste aufnimmt bleibt der Reifen stabil. Man nennt diese Felgen Hakenfelge, Tiefbett- oder Drahtreifenfelge.

Faltreifen sind eine spezielle Form der Drahtreifen. Bei dieser Reifensorte werden, anstelle der Drähte, Kevlarfäden verwendet. Das ist der Grund, weshalb sich diese Reifen bequem zusammenfalten und gut im Kofferraum verstauen lassen. Hinzu kommt, dass die Faltausführungen meist 50 bis 100 Gramm leichter sind als ihre Kontrahenten aus Draht. Für beide Ausführungen werden die gleichen Felgen verwendet. Allerdings kann die Montage etwas mehr Probleme machen, da diese Reifen nicht selbständig einen Ring bilden.

Ballonreifen sind breitere Drahtreifen, etwa 45 bis 60 mm. Sie können mit einem geringeren Druck gefahren werden gegenüber den dünneren Kollegen, und federn dann Vibrationen und Erschütterungen besonders gut ab. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass breitere Reifen nicht so leicht in Straßenbahnschienen hängen bleiben können.

Auf einem weichen oder unebenen Untergrund kann der Rollwiderstand von Ballonreifen geringer ausfallen als von schmalen Reifen. Allerdings nur dann, wenn breite und schmale Reifen mit dem gleichen Druck gefahren werden, was jedoch beinahe nie vorkommt. Breite Reifen sind daher sinnvoller für Räder, die oft auf einem rauen oder weichen Untergrund mit wenig Luft fahren.

Die Gummimischung, aus der auch Import-Reifen gefertigt werden, sollen verschiedene, teilweise miteinander konkurrierende Eigenschaften vereinigen. Der Reifen soll am Ende einen geringen Rollwiderstand besitzen, eine hohe Haftung, einen langen Abrieb, stabile Stollen und eine lange Haltbarkeit. Dabei legen die Hersteller immer besonderes Augenmerk auf den Zielkonflikt zwischen guter Nasshaftung und geringem Rollwiderstand. Bei einer guten Haftung nimmt der Reifen viel Energie auf, während für einen geringen Rollwiderstand möglichst wenig Energie verbrauchen soll. Der Füllstoff Silica bietet da einen guten Kompromiss. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, verschiedene Mischungen zu kreieren, bekannt aus der Triple-, Dual- und Compound-Technologie.

In früheren Zeiten wurden die Reifen innen mit Talkum, einem Magnesiumsilikat, bestreut, um ein Verkleben von Schlauch und Reifen zu verhindern. Das ist heute nicht mehr nötig, die Reifen sind bereits ab Werk mit einer dünnen Schicht aus Talkum ausgestattet. Man sollte daher nach dem Flicken einer schadhaften Stelle unbedingt die Talkum-Schicht rund um die Flickstelle erneuern.